RIGIPS TROPHY

BRANCHENWETTBEWERB RIGIPS TROPHY 2012

Die Rigips Trophy ist der von der Saint-Gobain Rigips GmbH im 2-Jahres-Turnus durchgeführte Branchen-
Wettbewerb für das deutsche Fachhandwerk Trockenbau. Von einer hochkarätigen, unabhängigen
Jury aus Architekten, Bauingenieuren und Fachredakteuren werden die besten Ausbauobjekte in drei
Kategorien bewertet und die acht Sieger bestimmt. Die Sieger und Nominees des achten Wettbewerbs der
Rigips Trophy 11 wurden am 24.02.2012 im Rahmen einer großen Prämierungsgala vor fast 500 Gästen in
der historischen Handelskammer zu Hamburg prämiert.

Andreas Köppe – Absolvent der Klasse Reimkasten für Malerei / Textile Künste an der Burg Giebichenstein – entwarf die Gestaltung des prämierten Objektes „Magistrale“ der Notfallambulanz im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle/ Saale. Der von der Fa. FCM Fähnrich GmbH realisierte Entwurf belegte den 3. Platz in der Kategorie Trockenbau des Wettbewerbs und befindet sich damit in bester Gesellschaft mit den Erst- und Zweitplatzierten: das Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden und der Pavillon Hafenspitze im Düsseldorfer Medienhafen.

Projektbeschreibung des Künstlers Andreas Köppe
Der Hauptaspekt der Gestaltung galt der skulpturalen Durchformung der Unterhang-Decke, der Integrierung einer aus indirekten und direkten Lichtanteilen bestehenden Allgemeinbeleuchtung in diese Deckenausbildung und der kompositorischen Einbindung der Haustechnik (Rauchmelder, Lautsprecher, Revisionsklappen). Die Bewegung des Passanten, seine Wahrnehmung im Raum bildeten die gestalterischen Kriterien für die Komposition der Raum- und Lichtsituationen, ähnlich einer Choreografie.
Die Nutzung der Geschosshöhe von 4,00m bot die Chance zur Ausbildung der Unterhangdecke zu einem räumlich gestaffelten Gefüge ab einer Höhe von 2,60m. Durch diese Öffnung der Deckenfläche zu einem Deckenraum war die Herabsenkung der lichten Deckenhöhe von 3,00m (Bestand) auf nunmehr 2,60m möglich.

Eine besondere Herausforderung war dabei die freie Umhausung sämtlicher unter der Geschossdecke befindlichen technischen Anlagen, deren teilweise Umverlegung und die Integration der in Trockenbauweise „unsichtbar“ ausgeführten Öffnungen der Klima- und Entrauchungsanlagen. Ca. ein Drittel der Gesamtfläche der Deckenfeld-Unterseiten wurde mit Akustik Loch-Platten ausgeführt, um auch diesbezüglich eine Verbesserung der Atmosphäre zu erreichen. Die Realisierung des auf geometrischen Gesetzen und harmonischen Proportionen beruhenden Entwurfs, der praktisch keine Maßtoleranzen zuließ, war nur möglich durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der technischen Leitung des Krankenhauses, und den Handwerkern der ausführenden Firma vor Ort. Diese Zusammenarbeit ermöglichte nicht nur die situative Gestaltung nicht vorhersehbarer
Detailausbildungen, sondern beförderte auch die hochwertige Ausführung der Oberflächen. Dies ist insbesondere wichtig für das auf Licht- und Schattenspiel ausgerichtete Formenkonzept. Die Licht- und Schattenflächen sind so komponiert, dass zu den tatsächlich vorhandenen Körpern immaterielle Volumen (Schlagschatten) dazu kommen, die das Deckengebilde bis ins Unwirkliche steigern.

>>> Dokumentation(PDF)

Fotos: J.Blobl

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