WETTBEWERB TEXTIL(E) MANUFAKTUR

WETTBEWERB TEXTIL(E) MANUFAKTUR

Den Wettbewerb der Burg Giebichenstein im Januar 2012 zur Gestaltung der Fassade für die neue Textilmanufaktur entschied Robert Filipski – Student der Klasse Reimkasten – mit seinem Beitrag “Fensterlider” . Zwei Künstlerinnen der Klasse Textile Künste erhielten Sonderpreise der Jury: Soo Youn Kim für den Beitrag “Ikat Faltung” auf der Grunlage traditioneller gemometrischer Bildteppiche sowie Maika Ludwig Fleischer für ihre drei Konzeptarbeiten.

„Robert Filipski schlägt die Schichtung mehrer textiler Gewebe vor der Fassade vor. Diese sind auf separate Rahmen fixiert und können bei Bedarf (Sonnenschutz) einzeln oder in mehreren Schichten vor die Fassadenöffnungen geschoben werden. Die Bespannungen besitzen unterschiedliche Strukturen bzw. Materialität und ergeben durch die Überlagerung eigenständige Bilder. Das Konzept überzeugt aus zweiGründen: Die Kombination mehrerer übereinander gelagerter unterschiedlicher textiler Strukturen in Verbindung mit unterschiedlichen Öffnungs- bzw. Verschlusszuständen in Abhängigkeit der individuellen Steuerung durch die Nutzer der einzelnen Räume lässt ein sehr lebendiges Fassadenbild entstehen. Die Anlage mehrer Schichten ermöglicht es der Textilmanufaktur, ihr breites Spektrum an textilen Angeboten wirksam über die Fassade zu präsentieren. Durch die Schichtung entstehen interessante Überlagerungen. Die Jury hat den Entwurf auf Grund des überzeugenden Konzeptes mit dem 1. Preis bedacht. In einer nächsten Stufe wären die technische Realisierbarkeit, insbesondere in Bezug auf die mechanische Umsetzung der übereinander gelagerten Schiebeelemente, zu betrachten, insbesondere mit Blick auf eine wirtschaftliche Umsetzung.“ Thomas Dietzsch, Architekt und Mitglied der Jury

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Entwurf Fensterlider von Robert Filipski, 2012

Workshop und Wettbewerb

Entwurf: IKAT Faltung v. Soo Youn Kim, 2012

Hintergrund

Im Januar 2012 wurde an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ein hochschulinterner
Wettbewerb zur Gestaltung der Fassade des Neubaus der Textilmanufaktur auf dem Hochschulgelände
durchgeführt. Gegenstand des Wettbewerbs war, die Verschattungselemente nicht wie ursprünglich
geplant aus Metall umzusetzen, sondern entsprechend der Gebäudenutzung mit textilen Materialien
und Technologien zu realisieren. In einem einwöchigen Workshop unter der Leitung der Professoren
Reimkasten, Göttke-Krogmann und Dipl. Des. Gast entstanden spannende Beiträge von Studierenden der
Fachklassen Textile Künste, Design und Innenarchitektur.
Die besondere Herausforderung für die Studierenden bestand darin, innerhalb der sehr konkreten
Anforderungen innovative und aussagekräftige Lösungen zu finden. Vor allem für die Studierenden,
bot sich damit die Gelegenheit, auf professioneller Ebene mit Herstellern, dem Bauherren und den
Architekten zu arbeiten. Es galt der Textilmanufaktur eine eigene textile Haut zu geben, die über die
Verschattungsfunktion hinaus der Textilmanufaktur ein einzigartiges Gesicht gibt. Es sollten die besonderen
Gestaltungsmöglichkeiten textiler Prozesse genutzt und im architektonischen Kontext angewendet
werden. Beispiele sind: die Nutzung des Rapports als kleinste, wiederholbare Einheit, das Aufheben
des Rapports, die Variabilität der Struktur vom Netzmuster bis zur geschlossenen Fläche, der Spielraum
von großen und kleinen Maschen, die Nah- und Fernwirkung, die freie Positionierung von Farbe, die
Möglichkeit des Stickens, die Ausweitung der Fläche zur dreidimensionalen Form und viele weitere textile
Themen. (Auszug der Ausschreibung)

>>> Dokumentation(PDF)

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