LUTHERS LETZTE REISE

Luthers letzte Reise – Tapisseriegrossprojekt für UNESCO-Weltkulturerbe

Autoren des Projekts: Soo Youn Kim, Andreas Köppe, Katharina Stark, Ulrich Reimkasten

Für den Erweiterungsbau des Museums in Luthers Sterbehaus in Eisleben entwickelt SEPIA eine Tapisserie, die den Multifunktionsraums des Neubaus neu definiert. In Kooperation mit dem Hausherrn Stiftung Luthergedenkstätten und gefördert von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt soll ein innovatives, zeitgemäßes, textiles Kunstwerk mit hohem ästhetischen Anspruch, ausgeführt in moderner Technologie in außergewöhnlichem Großformat entstehen.

Das textile Werk soll die drei Wände des Raumes, von denen die beiden gegenüberliegenden durch eine Tür unterbrochen werden, weitgehend bedecken. Der Blick durch die Glasfront auf das reizvolle alte Eisleben kann zu einem spannenden Dialog zwischen Innen und Außenraum führen.

Das Bild wird als langer Fries über die Wände des Raumes laufen und Zwiesprache mit dem Fensterpanorama halten. Die Stadt Luthers wird so einbezogen in das künstlerische Konzept für den architektonischen
Raum. Nach einem Workshop entstanden erste Ideenskizzen und ein Bildprogramm, das mit den Vertretern der
Lutherstiftung diskutiert wurde und zu inhaltlichen Präzisierungen führte, die in die weitere künstlerische Arbeit
eingeflossen sind. Dieses Konzept besteht in einer thematischen Gliederung des Bildraumes in drei Ebenen.

Auf einer als transparent zu verstehenden Bildebene mit der Anmutung eines Vorhangs scheinen verschiedenartigste Motive aus Luthers Leben, Zeit und Wirken projiziert, offensichtlich verzerrt durch das Faltenrelief – der Vorhang der Geschichte. Durch diese als reliefiert und transparent erscheinende Ebene wird der weite Raum der Vergangenheit als Kontinuum erahnt. Offensichtlich vor dem vermeintlichen Vorhang posieren Symbole, Figuren, Bildmetaphern, es ist dies die Ebenen der abstrakten, begrifflichen Bilder, freigestellt, hervorgehoben über die Brechungen der beiden sich überlagerten Flächen beziehungsweise des umgebenden Bildraumes. Es entsteht eine Differenz zwischen zeigen und verbergen, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Die Multifunktionalität des künstlerisch zu gestaltenden Raumes bilden einen weiteren thematischen und funktionalen Schwerpunkt in unseren Überlegungen.

 

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