WERKSCHAU: DIE SEELE ANRÜHREN

Die Seele anrühren – Textile Künste und Paramentik für den Kirchbau
Werkschau im Rahmen des Evangelischen Kirchbautages 2019

19. September – 04. November 2019, täglich 08:00 – 18:00 Uhr
Evangelisches Augustinerkloster – Augustinerstr. 10 – 99084 Erfurt

Ein Kooperationsprojekt von SEPIA – Institut für Textile Künste Halle (Saale) und EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg.

Begleitbroschüre zur Ausstellung >>>

Textile Objekte sind in Kirchenräumen immer präsent, als Antependien an Altar und Kanzel, in Form von Gewändern oder als räumliche Gestaltungsmittel. Während Ausstellungshäuser in den letzten Jahren Textile Bilder und Praktiken international als neue zeitgenössische Positionen in der Kunst wiederentdecken, dienen die liturgischen Textilien traditionell in erster Linie dazu, den Lauf des Kirchenjahres durch ihren Farbwechsel anzuzeigen. Doch sie können sehr viel mehr. Textile Werke können die Seele anrühren, die Kraft des Wortes sichtbar machen und eine Geschichte erzählen. Sie tragen zum Charakter eines Ortes bei. Meist sind sie reversibel und transportabel, man kann sie gut für temporäre und performative Anlässe einsetzen oder sie können zu architektonischen Elementen werden und selbst Räume definieren. Als ganz praktische Helfer ermöglichen sie häufig eine Verbesserung der Raum-Akustik.

Die Werkschau im Rahmen des Evangelischen Kirchbautages zeigt zeitgenössische textile Arbeiten und bietet Anregung, das Potential der Bildenden Künste für die Paramentik und für die Gestaltung von Kirchenräumen neu auszuloten. Anlass und Anschauung vor Ort sind neue Paramente der Augustinerkirche Erfurt und der Evangelischen Gemeinde Borken sowie Einzelobjekte wie das Tapisserieprojekt „Luthers letzte Reise“ in Eisleben.

Beteiligte Künstler und Künstlerinnen:
Cornelia Buchheim, Anna Maria Gawronski, Soo Youn Kim, Andreas Köppe, Ulrich Reimkasten, Katharina Stark, Margarita Wenzel, Inka Schottdorf

Begleitbroschüre zur Ausstellung >>>